Heute ( von Animasch )


Wenn der Schmerz mich durchbricht
kein einziges Wort mehr in mir spricht

Ich atme ein, ich atme aus,
die Schmerz Attacken nehmen ihren Lauf.

Geb ich jetzt endgültig auf.

Es ist so widerlich,
ich will das nicht.

Wenn alles aufbricht,
entzündlich,
blutrot und heiß,
stechend, brennend
das ich nichts mehr weiß.

Gedanken stehen still,

Ich wähl die Stille
suche in mir ein Ja

Ein:
„Macht-Sinn-na-klar“

Dunkelheit umgibt mich
die nur ein ganz kleiner schwacher Lichtstrahl durchbricht

Nicht berühren – nichts spüren
nicht bewegen – nur nicht aufregen

Nichts bleibt
der Weg ins normale Leben scheint viel zu weit

Reglos lieg ich da
lecke meine Wunden
Stunden um Stunden

Hoffentlich hab ich diese Schmerzattacke bald überwunden.
ich möcht nur noch gesunden.

Ein Mal im Leben… ( Joseph C. Bothers )


Ihre und deine Blicke treffen sich

Haften aneinander fest, können für eine Ewigkeit von Sekunden nicht los lassen

Eine Spannung liegt fegt durch den Raum

Du fühlst wie dich eine unbekannte Energie durchströmt

Sagt dir jede Faser deines Körpers und deines Denkens

Dies scheint der Mensch zu sein auf den du so lange gewartet hast

Es trifft dich ohne Vorbereitung, Wie ein Schock

Die grausame Erkenntnis das die Erfüllung der Sehnsucht so weit weg ist

Deine Zeit ist gezählt und sie rennt gnadenlos von dannen

Bald bist du wieder in der alten Welt

Gefangen in deinem Alltag, deiner ehemals heilen Welt

Du weißt nicht was du tun sollst, die Gedanken drehen sich im Kreis

Alles aufgeben, hinwerfen und neu anfangen?

Du stehst vor einer Entscheidung, ist es richtig was du tust?

Was ist richtig, was ist falsch?

Du siehst ihre dunklen Augen in deinen Träumen, hörst den Klang ihrer Stimme in der Tiefe der Nacht

Du erinnerst dich wie jedes Haar fällt wenn sie sich bewegt, ihr Lachen reißt dich weiter in Ihren Bann

Sie weiß das es dich gibt, aber sie ist so unendlich weit weg

1000 Kilometer die du bereit wärst zu gehen

Du wachst jede Nacht auf, gepeinigt von deinen Träumen

Du könntest schreien, aber du kannst es nicht

Du stehst auf dem Feld, die Arme ausgestreckt, dein Blick starr nach oben

Du willst schreien, aber deine Stimme versagt

Der dichte Regen klatscht dir in das Gesicht und vermag doch deine Tränen nicht zu überdecken

Du willst Mauern einreißen, in dir kocht dein Blut

Du musst sie vergessen, aber du willst es nicht

Willst nicht dagegen ankämpfen

Du betest um Erlösung, möchtest in der Dunkelheit aufgehen

Aber das wird nicht passieren, der Teufel genießt deine Qualen

Denn auch er weiß

So etwas passiert dir nur ein Mal in deinem Leben

und du bist weiterhin gefangen in deinem Alltag, deiner ehemals heilen Welt

In der Stille ( von einem ganz besonderen Menschen )


In der Stille sitzend
hellwach sein und doch ganz in sich ruhen.

In der Stille sitzend,
allein – und gleichzeitig mit Allem verbunden.

In der Stille sitzend
sich immer tiefer in sich selbst verwurzeln.

In der Stille sitzend
dem Klang des eigenen Echos lauschen.

In der Stille sitzend
einen heilsamen Ort aufsuchen und Kraft schöpfen

In der Stille sitzend
alte Wunden betrachten und Heilung erlangen.

In der Stille sitzend
sich selbst verzeihen und loslassen.

In der Stille sitzend
mit sich selbst ins Reine kommen.

In der Stille sitzend
mit seinem Herzen kommunizieren.

In der Stille sitzend
den Hunden beim schlafen zu sehen.

in der Stille sitzend
für immer einschlafen.

Spontangedicht ( von Franz )


Vor mir ein Bier
habs nicht gezählt
Im Fernsehen ein Film

Zwei Mädels die sagen “ Wir Kommen“
und später den Wagen ihres Vaters schrotten.
Noch später schreien sie nach ihrer Mom.

Amifilm

Schluck Bier getrunken.
Bevor ich jetzt wirklich zum Thema komm wär was zu rauchen ganz ok.
Im Fernseher “ Ebony & Ivory“ während ein Schwarzer und ein Weißer zusammen Auto fahren.

Klischee

Aber immer dazwischen.

Bazong.

MAD

Denke ich an meinen Bruder
Nein, eigentlich seh ich ihn.
Im Internet
Fast täglich

Und während ich an ihn denke.
Schluck Bier und Fernsehen.
Zentis Marmeladenwerbung und danach ein Mittel gegen Verstopfung.
Zwischendurch hab ich meine Frau gefragt ob sie mich heiraten will.

Sie will.

Und ich bin doppelt glücklich.

Meine Frau will mich und mein Bruder lebt noch.

Künstlertypen ( von Ben )


Zwei Typen Künstler.

Der eine schafft edles,
sinnliches,
bis hin zur unsterblichen Schönheit .

Meidet,
verbirgt gar alles Hässliche.
Jeder kleinste Makel wird degradiert zum Nichts.

Formvollendung,
die Zielgerade seines Weges,
schreitet er unermüdlich entgegen.

Der andere offenbart hässliche,
dekadente,
oftmals grausame Wahrheiten des Wirklichen.

Schreit einem geradezu die Wörter aus seinem Flirt
mit der Apokalypse ins Angesicht.
Vergeudet seine Gesundheit,
verliert sich Selbst,
für die irrsinnige Suche nach Wahrheit.

Der Tod,
sein einziger Tanzpartner,
der ihn niemals verlässt.
Zu Welcherlei gehören sie doch gleich?

Mondmann ( von Ben )


Die Nase ganz platt, vom Starren
Ins Schaufenster der Welt.
Schulterte er gerade noch das,
Was Überleben versichern sollte.

Mut, Schmerz und Fernweh gingen
Voran. Er folgte mit leiser Sohle.
Die Tür schwang bereitwillig,
Aber nicht bedingungslos auf.

Eine natürliche Dunkelheit umfing ihn.
Sein Hunger war gering. Er hatte eher Durst.
Beim Staunen auf die kostbaren Dinge,
Die sich in der Auslage versammelten,

Verdrängte er ihren Preis.
“Siehst du! Man muss nur wollen!”, schrie der Mut ihm zu.
“Spürst du Heilung?”, fragte der Schmerz.
“Schau nur. Wie der Schmetterling übers Meer fliegt”, flüsterte das Fernweh.

Und doch ertappte er sich dabei, wie
Er dem bedrohlichen Trümmerhaufen
hinter sich immer öfter wahrnahm.
Kalte Regentropfen griffen fallend

nach seinem Herz.

Spiegelbild oder Täuschung ( von Thesan )


Ich spaziere durch die Straßen,
urplötzlich huscht eine junge Frau an mir vorbei,
gestresst, traurig,
sie sieht mir sehr ähnlich.
Ich will sie noch fragen,
ob sie jemanden sucht oder Hilfe benötigt.

Aber dazu komme ich nicht,
den so urplötzlich wie sie da war,
ist sie auch wieder weg.
Ich gehe weiter,
halte an einem Laden an
und fange an das Schaufenster zu betrachten.

Auf einmal sehe ich sie wieder,
direkt vor mir,
und ich erkenne ein Spiegelbild,
von mir selber.

Diese Frau war ich.

Ertrinken ( von Alhana )


Ich ertrinke

Langsam

Aber…

Anstatt mich zu retten

Zu kämpfen

Träume ich

Von einem Leben

Unter Wasser

Und bilde mir ein

Dort atmen zu können.

Wenn du bei mir bist ( von Alhana )


Wenn Du bei mir bist
Dann will ich Dich
In mich aufnehmen
Mitnehmen
für den Moment wenn
Du nicht bei mir sein kannst.

Dein Gesicht bewahre ich
In meiner Brust auf
Deine Hände verstecke ich
In meinen Haaren
Dein Lachen breitet sich
In meinem Bauch aus

Dein Geruch wandert in meinen Kopf
Und deine Stimme schleicht sich
In mein Herz
Wo sie von süßen Dinge spricht
Wann immer ich es brauche.

Und all diese
Mir so teuern Schätze
Bemühe ich mich
Zu erhalten
Solange es mir möglich ist
Bis Du wieder zu mir zurückkehrst

Am Computer ( von Franz )


Zieh es dir rein.
Seite für Seite. Tag und Nacht.
Während draußen die Sonne scheint. Rauch dich ein und trink noch einen Schluck.
Sieh nach was in der Welt geschieht.
Während du ausbleichst und Lieder unter der Dusche singst.
Während du nachts wach liegst und dir der nächste Morgen den Schlaf raubt.
Bleib in Kontakt mit der ganzen Welt.
Während das Gewicht in deinem Herzen immer schwerer und die Leere in deinem Kopf immer größer wird.
Aber vergiss nicht wie schön es ist, wenn du eines Tages aufwachst, zur Tür raus gehst und der Duft einer glücklichen Erinnerung liegt in der Luft.